Konzentration allgemein

 

Fehler summieren sich. Gedanken / Arbeitsgänge werden nicht zu Ende geführt, weil man sich ständig unterbrechen lässt. Von Gesprächen oder von der Lernarbeit bleibt sehr wenig im Gedächtnis haften.

 

Konzentration, was ist das ?

 Der Brockhaus definiert Konzentration als: "die Zentrierung seelischen Geschehens; speziell die bewusste Steigerung der Aufmerksamkeit und ihre Bindung an ein vorgegebenes Ziel."

 

Die Definition beinhaltet, dass es uns gelingt, uns auf ein bestimmtes Thema zu konzentrieren und irrelevante Dinge zu ignorieren. Viele inneren und äußeren Störquellen können uns jedoch davon abhalten, unsere Konzentration gezielt auf einen Punkt zu richten.

In Wikipedia finden wir diese Auslegung: Konzentration (lat. concentra = Zusammen zum Mittelpunkt) ist die willentliche Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit, das Erreichen eines kurzfristig erreichbaren Ziels oder das Lösen einer gestellten Aufgabe. Fokussierung bedeutet, dass für eine gewisse Zeit auf das momentan Ausgeübte oder Empfundene geachtet wird, je nach Aufgabe auch auf Kommendes. Konzentration erfordert geistige Anstrengung und lässt mit der Zeit nach. Daher versteht man unter Konzentration das relativ lange andauernde Aufrechterhalten eines Aufmerksamkeitsniveau.

Konzentration heißt nichts anderes, als die volle Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt (Sache) zu bündeln. Damit fokussieren wir auch unsere Möglichkeiten und unsere gesamte Kraft.  So können wir effektiver und ohne Energieverluste arbeiten und bessere Ergebnisse erzielen.

Konzentration ist nützlich

Konzentration ist eine Fähigkeit, die uns ein effektives Aufnehmen von Informationen, das Lesen, Lernen oder exakte Arbeiten erleichtert. Wer sich nicht leicht ablenken lässt, macht in der Regel weniger Fehler und braucht weniger Zeit,

um eine Aufgabe zu bewältigen.

Tue, was du tust!  - Lege Pausen gezielt zur Leistungssteigerung ein!

Konzentration kann man immer und überall trainieren. Jedes bewusste und gezielte Handeln ist bereits ein solches Training.

Hierbei muss und soll es gar nicht immer um Leistung gehen. Es ist nur wichtig, sich dem einen Tun ganz und gar zu widmen.

 

Wenn wir uns konzentrieren, sind wir ganz bei der Sache und lassen uns nicht ablenken. Unsere gesamte Aufmerksamkeit ist auf eine Tätigkeit gerichtet, wir sind sehr interessiert, motiviert und stark engagiert.

Ein Kind muss erst die Fähigkeit entwickeln, muss trainieren, sich nicht aus der Konzentration bringen zu lassen. Kinder mit einer schwachen Konzentration wirken ungeduldig und unruhig.

Natürlich gibt es immer wieder Kinder die unter einer medizinischen Störung der Konzentration leiden. Wie beispielsweise dem AD(H)S, dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit und ohne Hyperaktivität (Hypo - oder Hyperaktivität ). Diese Kinder mit besonders schwacher Konzentration benötigen fachärztliche Hilfe und spezielle Förderprogramme, eventuell sogar Medikamente. Den meisten unkonzentrierten Kindern kann jedoch durch eine Umstellung Ihres Alltags und der Ernährung schon gut geholfen werden. Mit einem zusätzlichen, speziellen Konzentrationstraining kann man die Konzentration eines Kindes stärken und dabei ebenso die Aufmerksamkeit  steigern. So kann sich das Lernverhalten verbessern und das Kind/Jugendliche durch volle Konzentration sein Leistungspotenzial ausschöpfen. Das Training bedarf allerdings eines gewissen Zeitraumes. Ein Manuel Neuer musste auch erst seine Fähigkeit zum Fußbälle fangen über Jahre hinweg trainieren.

Konzentrationsspiele für DAHEIM

 

Mein Kind kann sich  nicht konzentrieren

Die Konzentrationsleistung von Kindern und Jugendlichen im schulischen Bereich nimmt immer mehr ab.

Eltern und Lehrer fragen nach dem „Warum“. Die Schüler sind heute weder dümmer noch fauler als zu der Zeit, in welcher wir die Schulbank drückten. Die Ursache liegt wohl eher daran, dass sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in der Schule, der Arbeit und in der Familie mit atemberaubendem Tempo verändert haben.

Zwei klassische Schüler-Typen mit den entsprechenden Konzentrationsproblemen

Der Lusttyp kann sich deshalb schlecht auf seine schulischen Belange konzentrieren, weil er fast immer etwas findet, was ihm mehr Spaß bereitet als das Lernen oder das Erledigen von Hausaufgaben. In der Schule beschäftigt er sich lieber mit seinen Mitschülern als mit dem Unterrichtsgeschehen und bei den Hausaufgaben ergreift er jede sich bietende Gelegenheit, um für angenehme Ablenkungen zu sorgen, wie etwa Computer, Musik oder Comics. Versuchen Eltern ihn zu beaufsichtigen oder beaufsichtigen zu lassen, reagiert er meist mit "Dienst nach Vorschrift", was darauf hinausläuft, dass er nur ein Minimum dessen leistet, was in der aufgewendeten Zeit möglich gewesen wäre.

Auch der Angsttyp kann sich schlecht konzentrieren, jedoch aus anderen Gründen. Im Gegensatz zum Lusttyp ist er eher übermotiviert. Die Bedeutung, die Eltern, Lehrer und Gesellschaft der Schule beimessen, hat er verinnerlicht und will ihr unbedingt gerecht werden. Indem er sich selbst am meisten unter Druck setzt, verkrampft er, versagt deswegen und entwickelt schließlich eine Blockade, die im wesentlichen Versagensangst ist. Sie hindert ihn daran, die Leistungen zu zeigen, zu denen er aufgrund seines Potenzials imstande wäre.

Diese beiden Schüler-Typen kommen selten in Reinform vor. In der Regel tendieren Schüler mit Konzentrationsproblemen aber eher zu dem einen oder anderen Extrem. Beide haben auch etwas Gemeinsames, nämlich dass sie sich leicht ablenken lassen: der Lusttyp, weil er sich von Beschäftigungen mit einem höheren Spaßfaktor angezogen fühlt; der Angsttyp, weil er vor einer angstbesetzten, frustrierenden Beschäftigung flieht.

Da jeder Schüler einzigartig ist, muss für jeden Einzelnen auch ein individuelles Konzept aufgestellt werden, das auf Alter, Persönlichkeit und die spezifische Situation eines Schülers abgestimmt ist (systemische Methode).

In meiner Praxisarbeit biete ich verschiedene und altersgerechte Konzentrationstrainings an. 

Die Fähigkeit, sich gut konzentrieren zu können, zählt mit zu den wichtigsten Einflussfaktoren für den Lernerfolg. Das Phänomen Konzentration umfasst sehr vieles. Die Ursachen für eine zeitweilige Beeinträchtigung der individuellen Konzentrationsfähigkeit können sehr vielfältig sein:

Während in manchen Situationen die äußere Belastung durch Reize so hoch sein kann, dass es tatsächlich schwierig ist, sich zu konzentrieren, gelingt in anderen Situationen die Konzentration nicht, weil Ängste und Befürchtungen das Denken beherrschen. Meist sind es mehrere Faktoren, die zu Konzentrationsschwierigkeiten führen. Die Ansatzpunkte für Verbesserungen ergeben sich aus einer sorgfältigen Analyse der Ursachen.

Vor diesem Hintergrund rate ich:  zunächst zu einer Differenzierung und Klärung des Phänomens Konzentration zu verhelfen, um dann in einem nächsten Schritt verschiedene Ansatzpunkte zur Problemlösung vorzustellen.

Die Ziele der Trainingseinheit: die Bedeutung der Konzentrationsfähigkeit für das Lernen deutlich machen; Hilfe bei der Klärung von Ursachen für Konzentrationsmängel;  Aufzeigen von Möglichkeiten, wie die Konzentration verstärkt werden kann;
Einübung von Methoden zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit.

zurück





Nach oben